22. November 2012

Der Briten-Rabatt und andere Nächlässe im EU-Haushalt

Eine Billion Euro - das ist eine Zahl mit zwölf Nullen.

So viel Geld darf die EU von 2014 bis 2020 ausgeben - wenn der aktuelle Finanzplan auf dem EU-Sondergipfel in Brüssel abgesegnet wird. Aber vorher gibt es noch Streit ums Geld. Denn nicht jeder EU-Staat zahlt gleich viel.

Umstritten ist beispielsweise der Briten-Rabatt: Er gilt seit den 1980er Jahren. Weil Großbritannien viel in den EU-Haushalt einzahlte, aber kaum von den Agrarhilfen in Milliardenhöhe profitierte, forderte die damalige Premierministerin Margaret Thatcher 1984: "I want my money back!". Sie hatte Erfolg: Großbritannien erhält seitdem rund zwei Drittel seines EU-Nettobeitrags zurück - im vergangenen Jahr waren das rund 3,5 Milliarden Euro.

Auch Deutschland erhält einen Rabatt, der jährlich etwa 1,7 Milliarden Euro umfasst. Schweden, die Niederlande und Österreich haben ebenfalls Nachlässe ausgehandelt. Viele andere Länder fordern deshalb auch Rabatte, wie zum Beispiel Dänemark.

http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/pocket-europa/16657/briten-rabatt

http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2008/Das_Eigenmittelsystem.pdf

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)