22. November 2012

Schwieriger Dialog zwischen Europa und China - Forscher fragen warum?

Was läuft schief zwischen Europa und China?

Dieser Frage sind deutsche und chinesische Intellektuelle bei einer Tagung an der FU-Berlin nachgegangen, über die die DLF-Studiozeit heute berichtet.

Für die Leiterin der Forschungsgruppe "Asian Perceptions of the EU", May-Britt Stumbaum, spielen dabei die großen Unterschiede zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung eine Rolle. So versuche Europa seine Ziele durch Einbindung und Vermittlung durchzusetzen anstatt durch Machtpolitik. In China sei dagegen vor allem der Machtaspekt entscheidend. So sei das asiatische Land internationalen Institutionen wie der Welthandelsorganisation aus einem Machtkalkül beigetreten. Die Europäer dagegen hätten damit die Idee verfolgt, China zu sozialisieren.

Stumbaum sieht aber auch eine Chance in der Unterschiedlichkeit. Daraus könne eine produktive Spannung entstehen. Dafür müssten die Europäer aber offensiver sein.

Mehr zum Thema gibt´s heute Abend ab 20.10 Uhr in der DLF-Studiozeit.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)