23. November 2012
Dieses Gesetz soll festlegen, in welchem Rahmen ein Mensch auch gegen seinen Willen Medikamente verabreicht bekommen kann.
Der Entwurf von CDU/CSU und FDP besagt, dass Menschen, die in eine Klinik zwangseingewiesen werden und eine Behandlung ablehnen, unter bestimmten Voraussetzungen dazu gezwungen werden können.
Nach der ersten Lesung hagelte es Kritik von Grünen und Linken. Die Ärzte sollten zuerst einmal abwägen, ob der Schaden durch die Medikamente nicht vielleicht größer ist, als der Nutzen. So kann etwa der gewaltsame Einsatz von Neuroleptika bei paranoiden Menschen ein regelrechtes Trauma verursachen. Der Bundesverband der Psychatrie-Erfahrenen lehnt Zwangsbehandlungen übrigens generell ab. Nun wird nachgebessert, das Gesetz soll nächste Woche verabschiedet werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)