23. November 2012

China: Regierung will Versorgung von Aids-Patienten verbessern

Aids-Patienten werden in China häufig diskriminiert.

Sie haben es zum Beispiel schwer, überhaupt einen Platz im Krankenhaus zu finden. Für Diskussionen sorgte vor Kurzem der Fall eines HIV-positiven Mannes, der eine Lungen-Operation brauchte. Er wurde erst im vierten Krankenhaus angenommen und das nur, weil er seine Infektion dann verschwiegen hatte.

Auf diesen Fall hat jetzt der chinesische Gesundheitsminister Chen Zu reagiert. Er kündigte an, die medizinische Behandlung für HIV-positive Patienten zu verbessern. Mehr Kliniken sollen sich auf Aids spezialisieren. Und die Regierung hat versprochen, stärker zu kontrollieren, dass HIV-Patienten nicht abgewiesen werden.

HIV und Aids sind in China noch immer große Tabuthemen. Aus Angst vor Ausgrenzung lassen sich Betroffene oft gar nicht erst auf eine Infektion testen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)