26. November 2012
Kleines Insekt mit großer Wirkung:
Borkenkäfer töten Kanadas Kiefernbestände und heizen damit die sommerlichen Temperaturen an - nach Erkenntnissen der Wissenschaft um etwa ein Grad Celsius.
Kanadisch-amerikanische Forscher erklären das Phänomen im Fachmagazin "Nature Geoscience". Demnach führt das Absterben der Bäume dazu, dass das Klimasystem des Waldes aus dem Gleichgewicht gerät. Waldboden und verbliebene Pflanzen verdunsteten weniger Wasser, die Menge der absorbierten Sonnenstrahlung aber bleibe gleich - mit dem Ergebnis, dass der Boden mehr Wärme abgebe und die Temperatur an der Oberfläche steige. Die Forscher befürchten, dass diese Veränderungen den Klimawandel verstärken könnten.
Besonders spürbar ist der Effekt ihren Angaben zufolge in der Provinz British Columbia: Dort habe der Borkenkäfer 170.000 Quadratkilometer befallen - eine Fläche so groß wie halb Deutschland.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)