26. November 2012

Nicht alle Hotspots im Erdmantel haben sich bewegt

Im Pazifischen Ozean liegen zahlreiche Inseln vulkanischen Ursprungs.

Hawaii ist zum Teil durch sogenannten Hotspot-Vulkanismus entstanden. Dabei wandert eine verhältnismäßig dünne Erdplatte über eine besonders heiße Region des Erdmantels. So entstehen in den durchgebrannten Löchern immer wieder Vulkane.

Ein Team internationaler Forscher hat sich mit diesen Hotspots beschäftigt. In der Fachzeitschrift "Nature Geoscience" schreiben sie, dass es für die Abschätzung der Plattenbewegung von zentraler Bedeutung sei, ob sich nur die Platte bewegt oder auch der Hotspot im Erdmantel.

Im Fall der Hawaii-Inseln ist bekannt, dass sich der heiße Fleck vor 50 bis 80 Millionen Jahren um etwa 15 Grad nach Süden verlagerte. Die aktuellen Untersuchungen zeigten nun aber, dass sich ein anderer im Südpazifik liegender Hotspot, der Louisville Hotspot, in dieser Zeit kaum bewegt habe. Diese Erkenntnis sei wichtig, um künftige Vulkanausbrüche oder Erdbeben besser abschätzen zu können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)