26. November 2012

Hoffnung in der Alzheimer-Forschung: Antikörper im Tierversuch erfolgreich

Was gegen Multiple Sklerose hilft, könnte auch die Symptome von Alzheimer lindern.

Forscher aus Deutschland und der Schweiz glauben jedenfalls, einen neuen Ansatz gefunden zu haben. Als Schlüssel zum Erfolg sehen sie Antikörper, die auch schon in Medikamenten gegen Multiple Sklerose zum Einsatz kommen.

Wie die Forscher in "Nature Medicine" schreiben, fangen die Antikörper sogenannte Interleukine ab. Das sind Botenstoffe, die bei Entzündungsreaktionen eine wichtige Rolle spielen, offenbar aber auch die Bildung gefährlicher Ablagerungen im Gehirn beeinflussen. Denn als die Wissenschaftler die Interleukine in Versuchen mit Mäusen blockierten, entstanden bei ihnen bis zu 60 Prozent weniger Ablagerungen. Diese werden für die Entstehung von Alzheimer verantwortlich gemacht, weil sie Nervenzellen im Gehirn absterben lassen.

Nach Angaben der Wissenschaftler halfen die Antikörper auch dann noch, wenn Mäuse schon an Alzheimer erkrankt waren. Ihre Hirnleistung verbesserte sich messbar.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)