26. November 2012
Die Säure nagt buchstäblich an der Substanz des Hauses.
Ein internationales Forscherteam hat herausgefunden, dass übersäuertes Wasser in der Antarktis Meeresschnecken das Leben schwer macht. Die Säure löse das Kalzium auf, aus dem die Schneckenhäuser bestehen. Das führt nach Angaben der Forscher zwar nicht zwangsläufig zum Tod der Tiere, macht sie aber anfälliger für Infektionen und Fressfeinde.
Den Biologen zufolge ist die Übersäuerung der Ozeane menschengemacht. Das Meerwasser absorbiere nämlich ein Viertel des Kohlendioxids, das Industrie, Haushalte und Autos jedes Jahr in die Atmosphäre blasen. Normalerweise führe das zu einer Übersäuerung des Wassers in Meerestiefen von mindestens 1.000 Metern. Der Klimawandel begünstige aber stärkere Winde und sorge so dafür, dass das saure Wasser auch in höhere Schichten gelange - dorthin, wo die Meeresschnecken leben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)