26. November 2012

Klimainstitutsdirektor: "Was bislang völlig fehlt, ist der politische Wille"

Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung fordert einen konkret ausbuchstabierten neuen Klimavertrag.

Im Gegensatz zum Kyoto-Protokoll sollten überzeugte Länder hier vorangehen. Das sagte Hans-Joachim Schnellnhuber in der "Frankfurter Rundschau" mit Blick auf die heute in Doha beginnende UNO-Klimakonferenz. Auch wenn nicht alle Staaten mitmachten, sei das kein Hindernis, so Schnellnhuber weiter. Das bisherige "Alle oder Keiner" sei jedenfalls schlicht falsch.

Obwohl das Kyoto-Protokoll bislang wenig erfolgreich war, hat der Direktor des Potsdam-Instituts noch Hoffnung, den Klimawandel aufzuhalten. Man könne das Klima bei plus zwei Grad stabilisieren. Technisch und ökonomisch seien die Industrieländer dazu in der Lage. Dafür brauche es aber eine dritte Industrielle Revolution. Und hier fehle es schlicht am politischen Willen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)