26. November 2012
Sie appellieren an die russische Bevölkerung und bitten um Hilfe.
Die älteste Menschenrechtsorganisation Russlands, die Moskauer Helsinki-Gruppe, kommt aufgrund eines neuen russischen Gesetzes in Zahlungsnot. Seit vergangener Woche gelten Nicht-Regierungs-Organisationen, NGOs, die sich politisch engagieren und gleichzeitig mit Geld aus dem Ausland finanziert werden, als "ausländische Agenten". Sie müssen sich in ein spezielles Melderegister eintragen lassen. Laut der russischen Nachrichtenagentur "Ria Novosti" hat die Helsinki-Gruppe daraufhin auf ausländische Investitionen verzichtet. Das Geld fehle nun, um die Arbeit und die Internetpräsenz der NGO weiter am Leben zu halten.
Bei Verstoß gegen die neue Meldepflicht drohen hohe Geldstrafen und bis zu zwei Jahre Haft. Mehrere NGOs hatten angekündigt, gegen das neue Gesetz zu protestieren und sich nicht eintragen zu lassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)