27. November 2012

Glasklar: Was ist eine Motette?

Und hier noch ein Blick ins Lexikon. Was ist eigentlich eine Motette?

Der Ausdruck Motette bezeichnet in der Kirchenmusik einen mehrstimmigen Gesang ohne Instrumentalbegleitung. Die Motettentexte sind zumeist biblisch und oft in lateinischer Sprache. Die Motette bildete sich im späten Mittelalter heraus und ist bis heute als Musikform in Gebrauch. Die übliche Stimmenzahl lag stets bei 4 bis 8 Stimmen doch wurden zu allen Zeiten auch erheblich komplexere Partituren erschaffen - bis hin zu Extremfällen wie dem berühmten "Spem in alium" für 40 Stimmen von Thomas Tallis. Die bedeutendsten Meister im Motettenstil waren Palästrina und Orlando di Lasso und später Johann Sebastian Bach.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)