27. November 2012
Sie können sich nach der Behandlung schlecht konzentrieren oder kaum mehr erinnern.
Bekannt ist dieses Phänomen als Folge von Chemotherapien schon lange. Jetzt haben US-amerikanische Forscher herausgefunden, woran es liegt. Sie stellten fest, dass die aggressive Mittel der Therapie den Hirnstoffwechsel beeinträchtigen. So seien funktionelle Veränderungen im Gehirn deutlich in Hirnscans nachweisbar. Dafür untersuchten sie mehr als 120 Brustkrebs-Patientinnen vor und nach deren Chemotherapie. Das Ergebnis: Nach der Behandlung zeigten bei allen Betroffenen mehrere Gehirnregionen deutlich niedrigere Stoffwechselaktivität als vorher. Dieser Effekt sei umso stärker gewesen, je mehr die Patientinnen unter mentalen Störungen litten. Nach Angaben der Mediziner sind die von den Störungen betroffenen Areale dafür zuständig, Handlungen zu planen oder Informationen und Reize einzuordnen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)