27. November 2012

Therapien für übergewichtige Kinder nutzlos

Sie quälen sich mit ihren Pfunden und das oft umsonst.

Kinder, die an Übergewicht leiden und in professionellen Therapien an Sport und gesunde Ernährung herangeführt werden. Eine Langzeitstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigt: Diese Behandlungen sind oft nutzlos. Erfasst wurden die Daten von mehr als 1.900 Kindern und Jugendlichen zwischen acht und 16 Jahren. Sie wurden entweder ein Jahr lang ambulant oder sechs Wochen stationär behandelt. Die Studie zeigt, dass die Betroffenen zwar kurzfristige Erfolge verzeichnen können. So nahmen 56 Prozent der Kinder zunächst einmal ab. Doch ein bis zwei Jahre nach Ende des Programms hätten nur noch 14 Prozent der Teilnehmer ihr reduziertes Gewicht gehalten.

Die Direktorin der Bundeszentrale Elisabeth Pott zieht daraus den vorsichtigen Schluss: Bei den Therapien gebe es noch Optimierungsbedarf.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)