27. November 2012

Klimaforscher fordern Messstationen für Permafrost-Böden

Sie sind wie eine riesige Tiefkühltruhe gefüllt mit Kohlenstoff.

Gemeint sind Permafrost-Böden - also dauerhaft gefrorene Böden, wie sie in der Arktis, Sibirien oder in den Hochgebirgen vorkommen. Um langfristig die Gefahren, die für sie von der Erderwärmung ausgeht zu erforschen, arbeiten das Alfred-Wegener-Institut und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) zusammen. Zum Zustand der Permafrost-Böden haben sie nun gemeinsam einen ersten [Bericht| www.unep.org/pdf/permafrost.pdf] verfasst und fordern zunächst ein weltweites Netzwerk von Messstationen. Nur so könnten künftig genauere Vorhersagen getroffen werden. Gleichzeitig müssten Russland, China oder die USA, die über große Permafrost-Gebiete verfügten, die möglichen Risiken, Schäden und Kosten eines Tauprozesses erfassen. Denn schon jetzt sei absehbar, dass künftig die Zahl der Schäden an Häusern, Straßen oder Wasserleitungen deutlich steigen werde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)