27. November 2012

Ungewöhnliche Kooperation : Kirche in Südkorea will keine Autos mehr bauen

Es ist eine ungewöhnliche Kooperation: Eine Kirchengemeinde in Südkorea lässt in Nordkorea Autos bauen.

Doch das Joint Venture steht vor dem Aus. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Aber beginnen wir von vorne: Der Kirchengründer Sun Myung Moon, der vor wenigen Wochen gestorben ist, hat ein weit verzweigtes Firmenimperium aufgebaut. Dessen Gewinne flossen zum größten Teil in die Finanzierung von Moons Vereinigungskirche. Moons Konzern ist seit rund zehn Jahren zu 70 Prozent an der nordkoreanischen Firma Pyeonghwa beteiligt, die als einziger Autobauer des Landes unter anderem Fahrzeuge auf Basis älterer Fiat-Modelle fertigt. Nach Moons Tod soll seine Kirchengemeinde nun die Pyeonghwa-Anteile an Nordkorea verschenken - so steht es laut Reuters in Moons Testament.

Für die Nordkoreaner dürfte sich nicht allzu viel ändern. Sie konnten sich die Autos von Pyeonghwa ohnehin nicht leisten. Die Werke könnten zwar nach Firmenangaben bis zu 10.000 Autos im Jahr bauen - Schätzungen sprechen aber von einer maximalen Produktion von 2000 Pkws.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)