28. November 2012

Streit um Zukunft des Internet

Das Internet könnte schon bald ganz anders aussehen.

Ab Montag wird auf der Weltkonferenz für Internationale Telekommunikation ein internationaler Vertrag überarbeitet, der den Umgang mit dem Internet regelt - und schon jetzt stehen die Zeichen auf Sturm.

Besonders die USA und die EU setzen sich dafür ein, dass alles so bleibt, wie es ist. Wie im Vorfeld aus Dokumenten der UNO-Telekommunkationsorganisation ITU hervorgeht, ist es aber sehr unwahrscheinlich, dass der Status-Quo des Internet erhalten bleibt.

Dabei geht es vor allem um zwei Fragen: Zum einen, ob die sogenannte Netzneutralität aufgehoben wird und man für schnell verschickte Daten extra bezahlen muss. Zum anderen geht es darum, welche Macht die einzelnen Staaten über das Internet bekommen. Derzeit wird das Netz von US-Firmen dominiert, etwa bei der Vergabe von Internetadressen. Russland und China fordern, selbst Einfluss zu nehmen. Menschenrechtler fürchten, dass es dabei vor allem um Zensur geht.

Über das neue Vertragswerk entscheiden knapp 200 Staaten und mehrere hundert Telekommunikationsunternehmen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)