28. November 2012
Wenn ein Kind stirbt, ist das für Eltern nicht nur ein Schock. Der Tod kann zu sozialem Abstieg führen.
Eine Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die negativen Folgen bisher unterschätzt werden.
Die Forscher untersuchten anhand von Daten aus Schweden, wie sich die berufliche, gesundheitliche und familiäre Lage von Eltern nach dem Tod des eigenen Kindes verändert. So stieg die Wahrscheinlichkeit für eine stationäre psychologische Behandlung um das Dreifache, Scheidungsraten waren erhöht und Einkommenseinbußen durch Arbeitslosigkeit drohten. Selbst lange nach dem Vorfall war das Risiko arbeitslos zu werden, noch neun Prozent höher.
In der Studie zeigte sich auch, dass Väter - gemessen am Arbeitseinkommen - stärker unter dem Verlust eines Sohnes litten. Das Krankheitsrisiko war außerdem langfristig bei Vätern höher als bei Müttern.
Die Autoren der Studie fordern deshalb eine bessere therapeutische Begleitung trauernder Eltern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)