29. November 2012

Die magische Zahl könnte vier und nicht sieben sein

Sie gilt als die magische Zahl - die sieben.

Sie steht auch für die Fähigkeit des Gehirns Informationen aufzunehmen. Sozusagen erfunden hat diese Bezeichnung der US-amerikanische Psychologe George Miller 1956. Er vertrat die These, dass der Kurzzeitspeicher des Gehirns höchstens sieben Informationen oder wie er sagte "chunks" verarbeiten kann. Sein Papier "The Magical Number Seven, Plus or Minus Two" gilt als eine der meistzitierten Psychologieansätze.

Alles falsch - das sagt zumindest ein Psychiatrie-Professor aus Australien. Gordon Parker hat die Experimente neu analysiert. Er meint, dass Miller die Ergebnisse falsch interpretiert hat.

Statt sieben Informationen könne das Gehirn nur vier gleichzeitig aufnehmen. Die siebenstellige Telefonnummer 6458937 beispielsweise werde in vier Teile aufgespalten - 64, 58, 93 und 7. Psychiatrie-Professor Parker kritisiert, Millers Ansatz sei nicht durch wissenschaftliche Präzision bekannt geworden, sondern durch die Verwendung des Begriffs der "magischen Zahl".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)