29. November 2012

Menschliches Erbgut veränderte sich stark in jüngster Vergangenheit

Das menschliche Erbgut hat sich in den vergangenen 5.000 bis 10.000 Jahren erheblich verändert.

US-Forscher fanden heraus, dass in dem Zeitraum unter anderem viele Mutationen in Genen auftauchten, die möglicherweise zu Krankheiten führen - und zwar häufiger bei Europäern als bei Afrikanern. Im Fachblatt "Nature" erörtern die Forscher ihre Ergebnisse. Sie vermuten demnach, dass das unter anderem mit dem schnellen Wachstum der europäischen Bevölkerung in dieser Zeit zusammenhängt. Dadurch sei eine wahre Flut von Mutationen entstanden. Laut den Wissenschaftlern konnten in dem aus evolutionärer Sicht sehr kurzen Zeitraum schädliche Varianten bisher nicht aussortiert werden.

Für die Untersuchung hatten die Forscher mehr als 15.000 Gene von über 6.500 US-Amerikanern mit europäischen und afrikanischen Wurzeln sequenziert.

Den Wissenschaftlern zufolge zeigt die Untersuchung, dass aus evolutionärer Sicht junge Veränderungen erhebliche Auswirkungen auf das menschliche Erbgut haben. Vermutlich seien in jüngerer Vergangenheit auch zahlreiche vorteilhafte Mutationen aufgetaucht, die sich in den kommenden Generationen durchsetzen werden.

DOI: 10.1038/nature11690

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)