29. November 2012

Spiegel-Geschäftsführer denkt laut über neue Bezahlmodelle nach

Noch ist Spiegel Online kostenfrei lesbar. Das soll im Prinzip auch in Zukunft so bleiben. Doch der Geschäftsführer des Spiegel-Verlags, Ove Saffe, denkt darüber nach, bestimmte Inhalte kostenpflichtig zu machen.

Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagt er: "Guter Journalismus muss Geld kosten". Eine generelle Bezahlschranke für Spiegel Online lehne er zwar grundsätzlich ab - nicht aber "Paid Content". Diskutiert werde beispielsweise, einzelne Texte aus dem Spiegel kostenpflichtig online anzubieten.

Der Verlag rechnet laut Geschäftsführer Saffe auch 2013 mit sinkenden Einnahmen aus Werbung und Vertrieb. Deshalb müsse gespart werden. Auch ein Stellenabbau sei nicht ausgeschlossen.

Grundsätzlich ist der Spiegel-Geschäftsführer aber optimistisch. Er meint nicht, dass der Journalismus in der Krise ist. Guter Journalismus sei immer gefragt. Die Frage sei nur, auf welchem Weg und mit welchem Geschäftsmodell.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)