29. November 2012

Deutscher Zukunftspreis für Hörgeräte-Entwickler

Es ist eine Auszeichnung, die die besten marktreifen Ideen aus der Forschung würdigt.

Am Abend hat Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin den Deutschen Zukunftspreis verliehen. Sieger wurden Forscher der Universität Oldenburg und des Münchner Elektrokonzerns Siemens. Sie sind dabei, Hörgeräte zu entwickeln, mit denen räumliches Hören möglich ist. Dazu werden zwei Hörgeräte kabellos in beiden Ohren gekoppelt und je nach individuellem Hörschaden aufeinander abgestimmt. Algorithmen, also Rechenformeln, vergleichen den Schall vom linken und rechten Ohr, unterdrücken Störgeräusche und ermöglichen so das 3D-Hören.

Bis in die 90er-Jahre war die Hördiagnostik nur auf ein Ohr ausgerichtet. Das Gehör funktioniert aber erst im Zusammenspiel mit Gehirn und beiden Ohren - so ähnlich wie beim räumlichen Sehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)