29. November 2012

Chinas Hunger nach Holz vernichtet Wälder weltweit

Laos, Kambodscha, Thailand oder Birma - das sind nur einige der Länder, in denen die idyllisch grünen Urwälder verschwinden.

Denn beim Handel mit illegalem Holz werden Millionengewinne gemacht. Am größten ist der Hunger nach Holz in China. Dort wartet eine riesige Industrie auf immer neuen Nachschub. Die Londoner Umweltagentur EIA hat Peking jetzt aufgefordert, endlich schärfere Gesetze gegen den illegalen Holzimport zu schaffen. Nach ihren Erkenntnissen führt China pro Jahr illegales Holz im Wert von vier Milliarden US-Dollar ein. Das komme aus Asien oder Afrika, vorzugsweise aus Ländern, in denen es keinen effektiven Schutz der Wälder gebe. Dort entstünden nicht nur riesige Waldlücken, sondern auch immer wieder bewaffnete Konflikte zwischen der Holzmafia und Bewohnern der Rodungsgebiete.

Der Anreiz zum illegalen Schlagen und verkaufen der Bäume ist groß: nach Erkenntnissen von Aktivisten und Interpol bringt in Laos ein Kubikmeter seltenes Rosenholz etwa 18.000 US-Dollar ein. In China werden daraus zum Beispiel Luxusmöbel gemacht - für die eigene reiche Oberschicht, aber auch zum Export.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)