29. November 2012

New York feiert einen Tag ohne Gewalt

Für New York City ist es ein Grund zum Feiern.

Einen ganzen Tag lang gab es in der brodelnden Metropole kein einziges Gewaltverbrechen - jedenfalls keins, das die Polizei registriert hätte. Kein Mord, keine Schießerei, keine gefährliche Körperverletzung. Noch vor wenigen Monaten durchlebten die New Yorker Bürger eine wahre Mordwelle in ihrer Stadt. Jetzt ist die Mordrate so niedrig wie seit den 60er Jahren nicht mehr. Bisher wurden in New York in diesem Jahr 366 Menschen ermordet - im vergangenen Jahr waren es im selben Zeitraum 472. Damit ist die Stadt deutlich ungefährlicher als zum Beispiel Chicago oder Philadelphia.

Über die Ursachen der schwindenden Gewalt wird noch gerätselt. Einige Experten loben die New Yorker Polizei, weil sie besonders hart gegen illegalen Waffenbesitz vorgeht. Bei der sogenannten Stop-And-Frisk-Politik wird jeder Verdächtige von Polizisten auf der Straße angehalten und durchsucht. Gegner kritisieren aber, dass die Beamten vor allem Latinos und Schwarze stoppen - auch wenn es dafür keinen Grund gibt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)