29. November 2012

Hohe Babyschreie können auf Autismus hindeuten

Besonders hohe Babyschreie können ein Hinweis auf eine autistische Störung sein.

Die "Frankfurter Rundschau" berichtet über Tests US-amerikanischer Forscher an sechs Monate alten Säuglingen. Im Fachmagazin "Autism Research" werden die Ergebnisse vorgestellt. Einige der Babys waren erblich vorbelastet und hatten Geschwister mit autistischen Störungen. Mit einer speziellen Software analysierten die Wissenschaftler Ton- und Videoaufnahmen und stellten fest, dass die Babys mit familiärer Vorbelastung in einer höheren Frequenz schrien als die Babys aus Familien ohne Autismus-Diagnose. Besonders von Schmerzen ausgelöste Schreie rutschten bei ihnen in höhere Tonlagen. Die Kinder, bei denen im Alter von drei Jahren eine autistische Störung diagnostiziert wurde, gehörten zu der Gruppe mit den höchsten Frequenzwerten.

Die Forscher hoffen, dass Autismus mit ihrer Methode künftig früher erkannt und behandelt werden kann. Autismus ist eine angeborene Entwicklungsstörung, die die soziale Interaktion beeinträchtigt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)