29. November 2012
Musik bringt die Hirne verschiedener Menschen in Einklang.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung haben entdeckt, dass die Gehirnwellen beim gemeinsamen Musizieren über den einzelnen Kopf hinaus Netzwerke bilden. Für ihre Studie ließen die Forscher 32 geübte Gitarristen jeweils zu Zweit eine Sonate spielen - mit unterschiedlichen Stimmen. Dabei war einer der Musiker für das Tempo und die Einsätze verantwortlich. Alle Spieler waren mit jeweils 64 Elektroden verkabelt. Die Messergebnisse zeigten eine deutliche Angleichung der Hirnwellen in bestimmten Kopfbereichen - innerhalb der einzelnen Gehirne, aber auch zwischen den Köpfen der Musiker. Aufgrund dieser Erkenntnisse glauben die Wissenschaftler nun, dass sich die Gehirne unterschiedlicher Personen synchronisieren, wenn Menschen ihr Handeln koordinieren - nicht nur beim gemeinsamen Musizieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)