29. November 2012
"Jemand müsste mal etwas gegen anonyme fremdenfeindliche Kommentare im Internet tun."
Das zu hören, sind die Mitarbeiter der schwedischen Tageszeitung "Aftonbladet" mittlerweile leid. Das Blatt fordert seine Leser deshalb auf, Seiten und Einträge mit rassistischen Äußerungen über Juden, Muslime, Roma und andere Gruppen zu melden. Außerdem wollen Kulturchefin Åsa Linderborg und ihre Kollegen selbst im Internet auf die Suche gehen. Beanstandete Äußerungen sollen anschließend von einem Juristen untersucht werden, um zu prüfen, ob sie den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen. Wenn das zutrifft, wollen entweder Linderborg als Privatperson oder die Zeitung "Aftonbladet" Anzeige erstatten. Damit sollen auch die Behörden und das bestehende schwedische Gesetz auf die Probe gestellt werden. Denn, so Linderborg, wozu habe man ein Gesetz, wenn es nicht zur Anwendung komme.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)