29. November 2012
Eigentlich ist Aids in China ein Tabuthema. Heute aber berichtet darüber die Zeitung "China Daily" in ihrem Leitartikel.
Sie schreibt, dass der angehende Ministerpräsident Li Keqiang bei der Bekämpfung der Krankheit neue Wege gehen will. Nicht-staatliche AIDS-Organisationen sollen künftig mehr Unterstützung erhalten. Denn diese könnten Betroffene und Risikogruppen viel besser erreichen als staatliche Stellen. Derzeit haben die NGOs oft Probleme, sich registrieren zu lassen. Damit dürfen sie auch keine Spenden sammeln.
Erst vor einigen Tagen hat die Seuchenschutzbehörde des Landes bekannt gegeben, dass die Zahl der HIV-Neuinfektionen gegenüber dem vegangenen Jahr um 13 Prozent gestiegen ist.
Dass ausgerechnet der künftige Ministerpräsident Li das Thema anspricht, ist pikant. Ihm wird nämlich vorgeworfen wird, in seiner Zeit als Gouverneur der Provinz Henan einen Skandal um HIV-verseuchte Blutspenden vertuscht zu haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)