30. November 2012

Pole schmelzen offenbar immer schneller - Meeresspiegel um elf Millimeter gestiegen

Es schmilzt und schmilzt und schmilzt und schmilzt.

Das Polareis der Antarktis und Grönlands hat in den vergangenen 20 Jahren 4.000 Milliarden Tonnen an Masse verloren.

Das geht aus Satellitendaten hervor, die ein internationales Forscherteam ausgewertet hat. Seit Anfang der 90er Jahre sei der Meeresspiegel durch die Polschmelze um über einen Zentimeter angestiegen. Außerdem sei das Eis immer schneller abgetaut. Nach Ansicht der Forscher verlieren die Pole inzwischen dreimal so viel Eis im Jahr wie während der 90er Jahre. Besonders betroffen sei Grönland.

Für ihre Analyse haben die Forscher Daten von zehn Satellitenmissionen aus 20 Jahren verknüpft. So habe man zum ersten Mal ein einheitliches Bild. Frühere Messungen seien oft nicht miteinander vergleichbar gewesen, weil sie unterschiedliche Jahreszeiten oder Regionen betroffen hätten.

Die Studie erscheint in der Fachzeitschrift Science.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)