30. November 2012
Viele Bänke im Bundestag waren leer, im Internet dagegen gab es eine lebhafte Debatte.
Das Thema: Das Verhältnis zwischen Suchmaschinen wie Google und Co. und Presse-Verlagen. Der Bundestag hat in der Nacht ein Gesetz dazu auf den Weg gebracht. Demnach sollen Suchmaschinen in Zukunft zahlen, wenn sie Inhalte von Verlagen ausführlicher darstellen als in Form eines knappen Links. Dieses Leistungsschutzgesetz hat viele Gegner: Über die politischen Lager hinweg haben sich die Jugendorganisationen fast aller größeren Parteien dagegen ausgesprochen. Sie argumentieren, dass es genug technische Möglichkeiten gibt, Inhalte im Netz dem Zugriff von Suchmaschinen zu entziehen. Die Regierung sagt dagegen, Suchmaschinen würden Geld verdienen, mit der Arbeit von Journalisten, die Verlage bezahlt haben. Bei dem Gesetz handelt es sich erst um den ersten Entwurf, er kann noch nachgebessert und dann dem Bundestag erneut vorgelegt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)