30. November 2012
Menschen und Fliegenlarven sind sich gar nicht so unähnlich - zumindest was die Wirkung von Alkohol angeht.
US-Forscher haben das bei einer Untersuchung herausgefunden, die sie im Fachblatt Current Biology vorgestellt haben. Sie gaben Larven der Taufliege Drosophila alkoholhaltige Nahrung. Das Ergebnis: Die Larven lernten deutlich langsamer als nüchterne. Wenn die Maden mehrere Tage Hochprozentiges zu sich genommen hatten, verbesserte sich ihre Leistung wieder auf das normale Niveau. Die Nervenzellen hatten sich an den Alkohol gewöhnt. Den Wissenschaftlern zufolge lässt sich der Alkoholeffekt daher auf die gestörte Funktion einzelner Nervenzellen zurückführen und ist nicht von komplexen Schaltkreisen höher entwickelter Gehirne abhängig. Die Forscher hoffen, dass ihre Studie dabei helfen kann, zu verstehen, wie sich bei Menschen Nervenfunktionen durch Alkohol verändern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)