30. November 2012
Der Klimawandel vernichtet Ernten.
Allerdings nicht allein durch Dürren, Überschwemmungen oder Stürme. Schon das Kohlendioxid in der Atmosphäre allein reicht nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern aus - und das, obwohl das Gas normalerweise von Pflanzen benötigt wird.
Forscher des Max-Planck-Instituts und der Universität Potsdam haben herausgefunden, dass das CO2 einzelne Getreidearten beeinflusst. Dabei geht es um Züchtungen, die über Jahrzehnte große Ernten gebracht hatten - weil sie durch einen kurzen Halm nicht einknicken, wenn sie viele Körner tragen. Ihr Ertrag war aber in den vergangenen Jahren zurückgegangen, weshalb sie seltener angebaut werden.
Der Zwergwuchs war bei den Planzen erreicht worden, weil ihnen ein Enzym fehlte. Das Kohlendioxid gleicht das aber offenbar wieder aus - die Pflanzen schießen wieder in die Höhe und haben weniger Körner.
Die Forscher haben das bei einer Reissorte untersucht. Sie schreiben aber in einem Fachmagazin ("Plant Physiology Preview"), dass Züchter auch neue Weizensorten entwickeln sollten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)