30. November 2012
Ob wir uns ärgern oder freuen, lässt sich eher an unserer Haltung ablesen als an unserem Gesichtsausdruck.
Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem. Sie präsentierten 45 Probanden Fotos von Profitennisspielern, die gerade einen wichtigen Ballwechsel verloren oder gewonnen hatten. Dabei bekam ein Drittel nur die Gesichter der Tennisspieler zu sehen, ein weiteres Drittel nur die Körperhaltung und das restliche Drittel das gesamte Bild. Dabei zeigte sich, dass die Probanden, die nur anhand des Gesichtsausdrucks urteilen sollten, die größten Probleme hatten. Den Versuchsteilnehmern, die entweder die Haltung oder den kompletten Sportler zu sehen bekamen, fiel es dagegen leicht, Verlierer und Sieger richtig zu benennen. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass bei starken Gefühlsregungen die Grenze zwischen positivem und negativem Gesichtsausdruck verschwimmt und die Körperhaltung deshalb mehr über die jeweilige Emotion aussagt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)