3. Dezember 2012
Ein früher Frühling klingt eigentlich gut - für die Kohlmeise gilt das aber offenbar nicht.
Britische und niederländische Forscher warnen, der Klimawandel im Frühling könnte das Überleben der Vogelart gefährden. Sie schreiben im Fachjournal "Philosophical Transactions of the Royal Society B" (DOI: 10.1098/rstb.2012.0289), der Fortpflanzungserfolg der Meisen hänge von einem kurzen Zeitfenster ab, in dem ihr Futter - die Raupen - am reichlichsten vorkomme. Durch die wärmer werdenden Frühlinge trieben die Pflanzen inzwischen aber früher aus und die Raupen entwickelten sich früher zu Schmetterlingen. Die Wissenschaftler schreiben, die Kohlmeisen könnten sich nicht so schnell anpassen, wie es vielen Klimaprognosen zufolge nötig sei. Nur bei einem Szenario mit einem Anstieg von maximal zwei Grad bis 2100 sei ihr Überleben wahrscheinlich noch knapp gesichert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)