3. Dezember 2012

Autorin kritisiert Alice Schwarzers Rolle im modernen Feminismus

Alice Schwarzer fügt der neuen Frauenbewegung ernsthaften Schaden zu.

Dieser Meinung ist die Autorin Miriam Gebhardt. Im Deutschlandfunk spricht sie über die übermächtige Rolle Schwarzers im Feminismus. Schwarzer habe ihre Theorien seit den 70er Jahren nicht wirklich weiterentwickelt, sondern hänge immer noch der Idee an, dass alle Männer alle Frauen unterdrückten. Auch vertrete sie ein sehr westlich geprägtes Bild, nach dem Frauen mit Kopftuch keine Feministinnen sein könnten.

Gebhardt ist der Ansicht, dass diese Art von Feminismus es jungen Frauen schwer macht, sich anzuschließen. Feministinnen gehe es mittlerweile vor allem darum, dass sowohl Frauen als auch Männer vom Feminismus profitierten, also auch Männern die Betreuung von Kindern zustehe.

Schwarzers Hauptverdienst sei es, der Frauenbewegung ein Gesicht gegeben zu haben. Eine konkrete Nachfolgerin sieht Gebhardt nicht: wichtig sei, dass es viele Stimmen zum Feminismus gebe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)