3. Dezember 2012
Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, ist offenbar viel stärker genetisch bestimmt, als bisher angenommen.
Ein internationales Forscherteam hat mehr als 100 Genorte gefunden, die einen Infarkt begünstigen. Bei knapp 50 weiteren könne man davon ausgehen, dass sie für Herzinfarkte verantwortlich sind. Über die Ergebnisse berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature Genetics". Die Mediziner hoffen, durch die Erkenntnisse neue Therapien entwickeln zu können.
Bei ihrer Studie handelt es sich ihren Angaben zufolge um die größte genetische Studie weltweit. Insgesamt wurden 60.000 herzkranke und 130.000 gesunde Menschen untersucht und mehr als zwei Millionen Genvariaten analysiert.
Herzinfarkte gehören in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Traditionelle Risikofaktoren sind das Alter, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes und das Rauchen. Daneben spielen aber eben auch vererbte Veranlagungen eine Rolle.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)