3. Dezember 2012
Ein Mix ist besser als Einheitsbrei.
Das ist unter Pflanzenzüchtern schon lange bekannt. Mischlingspflanzen bringen deutlich höhere Erträge als sogenannte reinerbige Sorten. Nur warum das so ist, das wusste bislang niemand. Ein internationales Forscherteam, unter anderem aus Bonn und Tübingen, hat jetzt eine mögliche Ursache entdeckt. Wie sie in einem Fachmagazin ("Genome Research") schreiben, sind bei Hybriden hunderte zusätzliche Gene aktiv. Sie könnten für den Wachstumsschub bei den Mischlingspflanzen sorgen. Demnach werden bei der Vererbung immer gleichermaßen Anteile von Vater- und Mutterpflanze weitergegeben. In den Mischlingen kommen deshalb verschiedene Anlagen zusammen und werden gemeinsam aktiv. Den Wissenschaftlern zufolge könnten die neuen Erkenntnisse Pflanzenzüchtern demnächst helfen, optimale Kombinationen zu entwickeln.
Video-Interview der Uni Bonn zu dem Thema
Artikel in der Zeitschrift Genome Research
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)