3. Dezember 2012

Kinderbücher aus Tropenholz: Verlage reagieren auf WWF-Kritik

Im Wald, da sind die Räuber.

Das ist nicht nur der Titel eines deutschen Volksliedes, sondern auch einer Studie des WWF. Die Umweltschutzorganisation hat 79 Kinderbücher im Labor untersuchen lassen und bei 30 Prozent Papier aus Tropenholz entdeckt. Darauf haben jetzt mehrere Verlage reagiert: Der Coppenrath-Verlag aus Münster kündigte zum Beispiel an, man wolle künftig nur noch Papier mit dem FSC-Siegel für nachhaltiges Forstwirtschaften verwenden. Das müssten die Zulieferer nachweisen. Der Dudenverlag erklärte, es sei außerordentlich bedauerlich, wenn trotz aller Vorkehrungen Tropenholz für eines seiner Bücher verwendet worden sei.

Der WWF hatte kritisiert, die Verlage ließen häufig billig in asiatischen Ländern wie China produzieren, die auch illegal geschlagenes Holz aus Regenwäldern verwendeten. Dass sich allzu viel ändert, glaubt die Organisation nicht. Vor drei Jahren hatte es schon eine ähnliche Untersuchung gegeben. Damals hätten sich längst nicht alle Verlage verpflichtet, nur noch umweltfreundliches Papier zu benutzen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)