4. Dezember 2012
In unserer Rubrik "Spruchreif" lassen wir - passend zum Tagesthema - Friedrich Ludwig Jahn zu Wort kommen:
"Frisch, frei, fröhlich und fromm - ist des Turners Reichtum."
Das Zitat steht im Lehrbuch "Die deutsche Turnkunst" von 1816, verfasst von dem Mann, der als "Turnvater Jahn" bekannt wurde. Die Worte gehen auf einen Reim aus dem 16. Jahrhundert zurück. Jahn erhob sie zur Maxime der von ihm ins Leben gerufenen Turnbewegung. Wie er sie seinen Studenten erklärte, ist noch heute in Freyburg in Sachsen-Anhalt nachzulesen: Dort stehen die Bedeutungen am Giebel von Jahns ehemaligem Wohnhaus. Zum Beispiel: Frisch nach dem Rechten und Erreichbaren streben, das Gute tun, das Bessere bedenken und das Beste wählen.
Das Wirken Jahns ist mit vielen Städten verbunden. Die erste offizielle Turnstunde fand auf der Berliner Hasenheide statt. Die Bewegung war ursprünglich dazu gedacht, junge Männer fit für den Kampf - etwa gegen die napoleonische Besatzung - zu machen und daher eng mit der frühen Nationalbewegung verbunden. Die "Leibesübungen" nach Jahn entwickelten sich weiter zum heutigen Geräteturnen. Dort sind einige von ihm entwickelte Begriffe noch immer in Gebrauch.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)