4. Dezember 2012
Wüstenstürme sorgen offenbar nicht nur kurzzeitig für schlechte Luft, sondern auch für mehr Schwefelsäure in der Atmosphäre.
Schwefelsäure kann, wenn sie kondensiert und als "saurer Regen" auf die Erde fällt, unter anderem Pflanzen schädigen. Wissenschaftler der Universität Lyon und des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung haben den Zusammenhang zwischen den mineralischen Staubteilchen der Wüstenstürme und der Bildung von neuem Schwefeldioxid entdeckt. Wie sie im Fachjournal PNAS schreiben, wirken Metalloxide aus dem Wüstensand als Katalysator. Sie begünstigen damit die Entstehung von Schwefelsäure in der Atmosphäre. Klimaforscher glauben, dass das Gas unter bestimmten Bedingungen das Klima beeinflussen kann.
Für ihre Forschungen experimentierten die Wissenschaftler nicht nur im Labor. In Peking in China führten sie nach starken Stürmen aus der Gobiwüste auch direkt Messungen durch.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)