4. Dezember 2012

Ai Weiwei: Literaturnobelpreis für Mo Yan sei eine Schande

Der chinesische Künstler Ai Weiwei findet klare Worte für die Vergabe des Literaturnobelpreises an seinen Landsmann Mo Yan: Er halte das für eine Schande.

Das erklärte Ai in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Das Nobel-Komitée sei Mitläufer eines Systems, das gegen Menschlichkeit und Meinungsfreiheit sei. Der Preisträger sei Vizepräsident des chinesischen Schriftstellerverbandes - laut Ai Weiwei eine hoch offizielle, kommunistische Organisation, die voll und ganz hinter der Zensur stehe und sich noch nie für einen Schriftsteller eingesetzt habe.

Ai Weiwei selbst war im vergangenen Jahr von den chinesischen Behörden unter Hausarrest gestellt worden. Zwar ist der Arrest dem Künstler zufolge mittlerweile aufgehoben, seinen Pass hat er aber nicht zurückerhalten. Ein freier Mann sei er also nicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)