4. Dezember 2012

Dengue-Fieber in Indien : Immer mehr Menschen betroffen

Jetzt, da die Tage auch in Indien kühler werden und sich die Zeit der Mücken dem Ende zuneigt, zieht die Regierung in Neu Delhi Bilanz:

Mehr als 35.000 Menschen sind in dieser Saison offiziell am Dengue-Fieber erkrankt, 216 sind gestorben - ein Negativ-Rekord. Dabei liegt die tatsächliche Zahl der Bettroffenen, so schätzen es Wissenschaftler, noch weit höher. Für Indien ist von mindestens einer Million Menschen pro Jahr die Rede. Das Virus wird durch die Asiatische Buschmücke übertragen. Weil das Ausmaß der Krankheit von Regierungsseite aber so stark unterschätzt wird, wird nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation nicht genug gegen die Ausbreitung der Mücken getan.

Dabei dürften die Probleme nach Ansicht von Medizinern zunehmen. Zwar ist ein Mensch nach einer Dengue-Fieber- Infektion gegen diesen Erreger immun. Es gibt aber vier Formen des Virus. Steckt sich eben dieser Mensch mit einem anderen Erreger an, erkrankt er schlimmer. In den kommenden Jahren könnten schwere Erkrankungen und Todesfälle deshalb weiter steigen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)