4. Dezember 2012

Wissenschaftler simulieren wichtigen Schritt in der Vermehrung von HIV

Sie haben die Stärke von tausenden Computerprozessoren zusammengebracht, um zu diesem Ergebnis zu kommen.

Bioinformatiker haben in einer Computersimulation einen Mechanismus entdeckt, der die Vermehrung des HI-Virus noch deutlicher erklärt. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin PNAS schreiben, geht es um die HIV-Protease. Dieses Enzym zerschneidet die langkettigen Polypeptide des Virus in kleinere Einheiten, die dann zu infektiösen HI-Viren zusammengebaut werden. Mithilfe der Computersimulation konnten die Forscher nun erklären, wie die HIV-Protease erstmals im Körper freigesetzt wird. Bisherige Therapien auf Grundlage von Protease-Hemmern verhindern, dass das Enzym wirken kann. Könnte direkt seine Freisetzung im Körper verhindert werden, würden laut Forschern neue Therapieansätze enstehen.

Für ihre Simulation vernetzten die Wissenschaftler tausende Computer, um genügend Rechenkraft für die aufwendigen Prozesse zu erhalten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)