4. Dezember 2012

Forscher polen Nanomagnetketten um

Mit einem Laserpointer einen Magneten vom Kühlschrank lösen.

Klingt komisch, haben Physiker aus Stuttgart und Florenz aber quasi geschafft. Wie sie im Fachmagazin "Nature Materials" schreiben, gelang es ihnen, die Eigenschaften winziger Nanomagnetketten mit Hilfe von Laserstrahlen zu beeinflussen. Durch die Energie des Laserlichtes werden den Forschern zufolge einzelne Moleküle in den magnetischen Ketten angeregt. Dadurch verringerten sich deren Wechselwirkungen zu ihren direkten Nachbarn, welche sie magnetisch ausgerichtet hielten. Die Moleküle entmagnetisieren sich laut den Wissenschaftlern nicht zufällig, sondern können blitzschnell umgepolt werden. Per Licht können die Mini-Magnete also ein- und ausgeschaltet werden.

Dieser so genannte Kickoff-Mechanismus soll die Anwendung von Nanomagnetketten zum Beispiel in der Krebstherapie oder der Informationstechnologie voranbringen.

Nanomagnete sind nur ein millionstel Teil eines Millimeters groß. Die Eigenschaften der Winzlinge lassen sich maßgeschneidert herstellen. Daher suchen Forscher weltweit nach Mechanismen, die Eigenschaften von außen zu beeinflussen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)