4. Dezember 2012
Wie hoch ist das Risiko eines Landes, vom Internet getrennt zu werden?
Diese Frage hat sich die US-amerikanische Firma "Renesys" gestellt, die auch den Komplettausfall des Internets in Syrien vor einigen Tagen dokumentiert hat. Das Ergebnis der Analyse: Je mehr unterschiedliche Einrichtungen eines Landes direkte Verbindungen zu ausländischen Internet-Providern haben, desto eher ist es vor einem Ausfall geschützt. In Ländern wie Syrien oder Libyen, die nur über ein oder zwei Verbindungen zu internationalen Providern verfügen, könne das Internet daher besonders leicht ausfallen oder abgeschaltet werden, so "Renesys". Ab mehr als 40 internationalen Verbindungen sei das Risiko dagegen extrem gering. Zu diesen Ländern zählen die USA, Kanada und der größte Teil Europas. Ein Sonderfall ist Neuseeland. Es hat zwar zahlreiche internationale Internet-Verbindungen - die verlaufen allerdings alle durch nur zwei Seekabel.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)