4. Dezember 2012
Die Spastische Spinalparalyse ist ein vererbter Gendefekt, der dafür verantwortlich ist, dass die Beine der Betroffenen gelähmt sind.
In der Zeitschrift "Plos Genetics" beschreiben Forscher erstmals den Prozess, der dafür verantwortlich ist. Schuld ist ein genetisch defektes Transportprotein. Man stelle sich den Ablauf in einer Zelle vor, wie auf einem Markt. Waren kommen an und müssen transportiert und zugeordnet werden. Dafür sind Transportproteine zuständig, zum Beispiel das so genannte Kinesin. Sie befördern biologische Lasten durch die Zelle. Wenn sie nicht in der Lage sind, diese Lasten zu transportieren, gehen dem Markt die Waren aus. Wenn das Protein also nicht funktioniert, dann werden auch wichtige Bewegunggsimpulse nicht weiter gegeben. Das erklärt die Lähmung der Beine. Zwar haben die Forscher bislang nur eine der 50 möglichen Spastischen Spinalparalysen untersucht, sie vermuten aber, dass dieser Prozess bei fast allen ähnlich ist. Da die Wissenschaftler nun die Ursache kennen, wollen sie versuchen, die Proteine positiv zu beeinflussen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)