5. Dezember 2012

Glasklar: Das sind Weihrauch und Myrrhe

Weihnachten riecht nach Nelken, Zimt und Vanille - wer in die Kirche geht, verbindet das Fest aber auch mit dem Geruch von Weihrauch. In unserer Rubrik "Glasklar" jetzt passend zum Tagesthema die Frage: Was sind eigentlich Weihrauch und Myrrhe?

Weihrauch ist an der Luft getrocknetes Gummiharz. Die feinen weiß bestäubten Körner sind eigentlich geruchsneutral und entwicklen erst beim Erhitzen auf glühenden Kohlen ihren würzigen Duft. Handelsüblicher Weihrauch ist meist eine Mischung verschiedener Harze, zu denen auch Myrrhe gehört.

Zu Zeiten von Christi Geburt wurde Weihrauch in den Tempeln Jerusalems dann angezündet, wenn etwas ganz Wichtiges angekündigt werden sollte. Und Myrrhe war Bestandteil des Öls, mit dem Priester geweiht wurden. Kein Wunder also, dass die beiden Harze zu den kostbarsten Geschenken für das Jesuskind gehörten. Weihrauch stand für das Göttliche, Myrrhe für das Menschsein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)