5. Dezember 2012

IT-Experte sorgt sich um "Kalten Krieg" ums Internet

Beim Internet soll alles so bleiben wie es ist.

Das will der IT-Experte Wolfgang Kleinwächter, der mit zur deutschen Delegation bei der Konferenz der Fernmeldeunion in Dubai gehört. Russland will dort erreichen, dass Domains in Zukunft nicht mehr von der Organisation ICANN vergeben werden, sondern von einer UNO-Organisation. Kleinwächter ist absolut dagegen. Er sagte im Deutschlandfunk, dass Netz müsse selbstorganisiert bleiben. Technische Ressourcen dürften nicht zum Spielball politischer Auseinandersetzungen werden.

Eine Domain-Vergabe durch eine UNO-Organisation könne es einzelnen Staaten möglich machen, Kontrolle auszuüben - einen Server zum Beispiel nur dann zu aktualisieren, wenn ein anderer Staat dafür Zugeständnisse mache. Anders als bei der Telefonie sieht Kleinwächter im Internet ein grenzenloses freies Medium, das nicht zuletzt deshalb eine Innovation war, weil es im Schatten der Regierungen entstand.

Hier geht es zu dem Interview im Deutschlandfunk.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)