5. Dezember 2012

Bayerische Bischöfe bekommen ihr Geld bald auf Umwegen

Es geht um die Kirche und ums Geld.

Bayern will die fast 200 Jahre alte Regelung zur Bezahlung der Bischöfe ändern. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte der Staat die Kirche weitgehend enteignet. Im Gegenzug verpflichtete er sich, den Bischöfen und Domkapiteln Unterhalt zu zahlen - und zwar jedem einzeln. Alternativ könnte er die katholische Kirche so mit Gütern ausstatten, dass sie aus deren Ertrag selber die Gehälter zahlen kann.

Die bayerische Regierung will die Regelung für die Katholiken jetzt der für die evangelische Kirche angleichen und der Kirche künftig eine pauschale Summe zahlen, die diese dann selbst auf ihr Führungspersonal aufteilt. Sie erhofft sich damit Millioneneinsparungen. Als nächstes muss der Landtag darüber entscheiden.

Spitzenverdiener sind im Moment der katholische Münchner Erzbischof und der evangelische Landesbischof, die monatlich je knapp 11.000 Euro bekommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)