5. Dezember 2012
Können anonyme Geburten und Babyklappen verhindern, dass Mütter ihre ungewollten Neugeborenen töten?
Darüber wird in vielen Ländern gestritten - auch in Deutschland. Zahlen für die Debatte liefert nun eine Studie aus Österreich, wo es seit 2001 anonyme Geburten gibt. Forscher verglichen die Zahlen von getöteten Babys vor und nach der Einführung des Gesetzes. Das Ergebnis: Ohne die Möglichkeit einer anonymen Geburt gab es mehr als sieben getötete Babys pro hunderttausend Geburten. Nach der Einführung halbierte sich die Zahl auf gut drei Fälle. Deswegen folgern die Forscher, die anonyme Geburt helfe sehr effektiv gegen die Tötung von Neugeborenen. Schätzungen zufolge nutzen pro Jahr 30 bis 40 österreichische Mütter die Möglichkeit einer anonymen Geburt. Nur zwei bis drei Neugeborene würden in Babyklappen abgelegt.
Die Studie ist im Fachjournal "BJOG: An International Journal of Obstetrics and Gynaecology"erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)