5. Dezember 2012

Kirchen wehren sich gegen Vorwürfe, ihre Dienstwagen seien Dreckschleudern

Viele deutsche Bischöfe fahren Dreckschleudern.

Das findet die Deutsche Umwelthilfe, die zum zweiten Mal die Dienstwagen von hohen katholischen und evangelischen Geistlichen untersucht hat. Nur fünf Bischöfe bekamen die "Grüne Karte" für glaubwürdiges Klimabewusstsein, weil ihre Autos weniger als 130 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen - das ist der Zielwert der EU. Den wahrscheinlich umweltschädlichsten Dienstwagen deutscher Bischöfe hat der katholische Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann - mit mehr als 220 Gramm CO2 pro Kilometer. Die Deutsche Umwelthilfe lobt aber auch, dass der durchschnittliche CO2-Ausstoß im Vergleich zum vorigen Jahr um 18 Gramm zurückgegangen sei.

Die Kirche weist die Kritik zurück. Das Erzbistum Freiburg entgegnete, der Dienstwagen sei für echte Fortschritte beim Klimaschutz kaum relevant. Es verweist auf sein seit Jahren laufendes Klimaschutzprogramm für Kirchen und Gemeinden - mit Energiesparen, den Umstieg auf erneuerbare Energien sowie neue Wärmedämmungen und modernen Heizanlagen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)